Mit einer gemeinsamen Pressemitteilung der Freien Wähler Karlsruhe und dem Internetportal "Faire-Energiepreise" zu den Preiserhöhungen der Stadtwerke Karlsruhe, vom 30. November 2010 verurteilten die Stadträte der Freien Wähler die vollkommen überzogene und unbegründete Strompreiserhöhung zum 1.2.2011 und die in der Pressemeldung versteckte Wasserpreiserhöhung zum 1.1.2011.

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Laut Geschäftsbericht der Stadtwerke Karlsruhe lag ihr Ergebnis vor Gewinnabführung im Jahr 2009 bei 25,9 Millionen Euro. Beim Trinkwasser gab es sogar eine mehr als Verdoppelung des Ergebnisses von 1,1 auf 2,5 Millionen. Trotzdem haben die Stadtwerke Karlsruhe angekündigt, dass sie zum 1. Februar 2011 den Strompreis bis zu 12 Prozent, Heizstrom (Strom für Nachtstrombezieher) sogar um 16 Prozent (absolut 2,38 Cent!) und den Trinkwasserpreis um sechs Prozent erhöhen. Als Grund für diese exorbitante Preisanhebung beim Strom wird die Umlage für die Förderung Erneuerbarer Energien (EEG) angeführt.

Die Bundesnetzagentur bezeichnet Strompreiserhöhungen auf Grund der EEG als ungerechtfertigt. Laut Bundesnetzagentur stünden den erhöhten staatlichen Abgaben sinkende Großhandelspreise durch die stärkere Vermarktung der erneuerbaren Energien an der Strombörse gegenüber. Die Erhöhung der EEG Umlage trifft zunächst einmal die Stromlieferanten. Eine Verpflichtung zur Weitergabe besteht nicht.

 

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Die Stadtwerke Karlsruhe weisen in ihrem letzten Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2009, gegenüber bisheriger Gepflogenheiten, die Spartengewinne nicht mehr einzeln aus. Faire Energiepreise hat deshalb bei Margret Mergen, Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke, per eMail nachgefragt und um Nennung der Zahlen für die Spartengewinne gebeten.

Die Antwort kam mit Schreiben vom 17.1.2011per Stadtbrief, wobei man von Antwort hier nicht sprechen kann. Mergen versteckt sich hinter dem HGB und dem GmbHG und verweist auf "branchenübliche Standards" der Information, die aber bei den Stadtwerke Karlsruhe sogar noch darüber hinaus gehen soll. Üblich war bislang, dass die Spartengewinne ausgewiesen wurden.

Die Nichtausweisung der Spartengewinne bietet Raum für vielerlei Spekulationen. Warum sind beispielsweise trotz sinkendem Gasabsatzes und einer dreimaliger Gaspreissenkung die Vorsteuergewinne kräftig gestiegen?

Das Schreiben von Frau Mergen kann hier heruntergeladen werden.

altIm letzten Geschäftsbericht der Stadtwerke Karlsruhe für das Jahr 2009 werden die Spartengewinne aus Strom/Gas/Wasser und Fernwärme nicht mehr offen ausgewiesen im Gegensatz zu den Geschäftsberichten der vergangenen Jahre. Die Kunden der Stadtwerke können nicht mehr nachvollziehen, wie sich der Gewinn auf die einzelnen Sparten verteilt - allenfalls raten, oder die Kugel befragen.

Aus dem Geschäftsbericht Seite 22

Bei der Betrachtung der einzelnen Sparten weist die Stromversorgung vor Ertragsteuer einen merklichen Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr aus. Das Vorsteuerergebnis der Wasserversorgung geht leicht zurück, während die Erdgas- und Fernwärmeversorgung sowie die sonstigen Geschäftsfelder mit einem deutlichen Anstieg einen Aktivposten im Ergebnis des Wirtschaftsjahres 2009 darstellen.

Was haben die Stadtwerke zu verbergen? Schämt man sich der hohen Verluste beim Stromverkauf?

Woher kommt der deutliche Anstieg des Gewinns beim Gasverkauf? 2009 hat man weniger Gas abgesetzt und drei Mal die Gaspreise gesenkt! Wurden die Ersparnisse beim Einkauf  mal wieder nicht vollständig an die Kunden weitergegeben?

Welche Gründe gibt es noch, dem interessierten Bürger die Zahlen zu verheimlichen? Frau Mergen, Herr Rosemann - antworten Sie!

Mit einer gemeinsamen Pressemitteilung der Freien Wähler Karlsruhe und dem Internetportal "Faire-Energiepreise" zu den Preiserhöhungen der Stadtwerke Karlsruhe, vom 30. November 2010 verurteilten die Stadträte der Freien Wähler die vollkommen überzogene und unbegründete Strompreiserhöhung zum 1.2.2011 und die in der Pressemeldung versteckte Wasserpreiserhöhung zum 1.1.2011.

Nun reagiert die Aktionsgemeinschaft Nachtstromnutzer Karlsruhe! In Ihrer Pressemitteilung vom 11. Dezember rufen Sie zum Protest gegen die besonders harte Erhöhung des Heizstroms auf, der nach ihren Berechnungen über 35 Prozent beträgt. Damit setzen sich die Stadtwerke Karlsruhe an die „Spitze der Strompreistreiber“.

„Für uns waren die Proteste gegen die Strompreiserhöhung vorhersehbar!“, so Freie Wähler Stadtrat Jürgen Wenzel. „Daher haben wir uns bereits in der letzten Woche mit einer Anfrage an die Verwaltung zu den Strom- und Wasserpreisen der Stadtwerke gewandt“. Darin wollten wir unter anderem wissen:

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