altDie 8. Beschlussabteilung des Bundeskartellamtes hat Faire-Energiepreise mit Schreiben vom 27.12.2011 unter dem Aktenzeichen B10-1/11-249 bestätigt, dass die Stadtwerke Karlsruhe von Gas-Haushaltskunden überhöhte Konzessionsabgaben verlangen. Das Bundeskartellamt beschränkt sich derzeit aus Kapazitätsgründen auf den Musterfall GAG Gasverersorgung Ahrensburg GmbH (B10-11/09). Hier wurde Mitte Oktober vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf ein gerichtlicher Erfolg erungen. Die GAG hat allerdings Rechtsbeschwerde vor dem BGH eingereicht. Mit einer höchstrichterlichen Entscheidung wird nicht vor Ostern 2012 gerechnet. Aus dem Teno des Urteils geht allerdings hervor, dass die GAG selbst vor dem BGH nicht mit einem Erfolg rechnet und hat bereits 2009 den Beschluss des Bundeskartellamtes umgesetzt.

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altWas ist mit den Stadtwerke Karlsruhe los? Erstmals folgt man nicht dem großen Teil der Gasversorger, die Ihre Gaspreise zu Beginn der Heizperiode teils im zweistelligen Prozenberbeich erhöhen. Positive Nachrichten werden von den Stadtwerken mit Pressemitteilungen gewürdigt - aber auch hier - Fehlanzeige. Lediglich eine kleine Anzeige in der letzten September-Ausgabe der Kundenzeitschrift "miteinander". Ansonsten kein Kommentar!

Dies lässt Raum für Spekulationen. Haben die Aufsichtsräte der Geschäftsleitung einen Strich durch die Rechnung gemacht, obwohl der Finanzbedarf durch die Kombilösung steigt? Hat vielleicht "Faire-Energiepreise" mit der Veröffentlichung des Gaspreis-Rankings etwas bewirkt? Wir werden es nie erfahren. Trotz Preistabilität belegt man bundes- und auch landesweit immer noch hintere Plätze.

Die Stadtwerke Karlsruhe kündigen den Sondervertragskunden unter den Gaspreisrebellen die Verträge zum 31.12.2011. Zuvor hat man sich schon von 70 Nachtstromrebellen per 30.6.2011 durch Kündigung der Verträge getrennt.

Für die Gaspreisrebellen ist dies aber kein Beinbruch, herrscht doch im Gasbereich mittlerweile ausreichender Wettbewerb und die Qual der Wahl aus über 60 Gasanbietern. Mehr als 400 Euro lassen sich für jeden durch einen Wechsel zu einem günstigeren Gasanbieter sparen (bei einem Verbrauch von 20.000 kWh/Jahr). Fraglich nur, warum die Stadtwerke nicht schon früher auf die Idee der Vertragskündigung gekommen sind. Die offenen Beträge werden die Stadtwerke wohl einklagen müssen, mit fraglichen Aussichten, da die Preisanpassungsklauseln in den Sonderverträgen samt und sonders unwirksam sind.

altMit einer groß angelegten Imagekampagne wird, nach Vorlage des Geschäftsberichtes der Stadtwerke Karlsruhe Mitte Juli, derzeit in den Pintmedien der Badendruck GmbH Karlsruhe (BNN/Karlsruher Kurier/Sonntagszeitung) und auf Werbeplakaten an diversen Haltestellen der Verkehrsbetriebe für Karlsruher Trinkwasser geworben.Fraglich welcher Sinn dahinter steckt und warum man für ein bekannt gutes Produkt das in Karlsruhe sowieso jeder kaufen muss, eine teure Kampagne fährt.Möglicherweise ist es die Belohnung für stets positive Berichterstattung und die Nichtveröffentlichung von kritischen Leserbriefen.

Viel schlechter steht es um das Image der Gaspreise in Karlsruhe. Hier ist man ebenfalls Spitzenklasse, zumindest was die Höhe der Gaspreise betrifft. Bundesweit liegt man unter den Top 40 der teuersten Gasanbieter und in Baden-Württemberg liegt man bei 108 Gasanbietern aktuell auf Platz 6 der teuersten Anbieter. Hier wäre eine Image Verbesserung und eine Senkung der Gaspreise mehr als angebracht!

Stabiles Ergebnis der Dienstl.-Gruppe in teilw. schwierigem Umfeld

Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH verbindet Dienstleistungen in der Stadt: Gutes Ergebnis der Stadtwerke / VBK konnte Fahrgastzahlen und Fahrgeldeinnahmen erneut steigern / Rheinhäfen mit stabilem Umschlag

Auszüge aus der Pressemitteilung der Stadtwerke Karlsruhe:

....„Es gelang dem Konzern wieder, insgesamt ein positives Ergebnis zu erwirtschaften“. ....Das Wirtschaftsjahr 2010 konnte bei einem operativen Konzernumsatz von über einer Mrd. Euro mit einem Gesamtergebnis von 2,6 Millionen Euro abgeschlossen werden. Dabei war der KVVH-Konzern erneut in der Lage, die Fehlbeträge des Verkehrsbereiches und der Bädergesellschaft auszugleichen. „Dieses Ergebnis ist erneut ein Beleg für den Vorteil der Holdingstruktur der Unternehmensgruppe KVVH mit dem Verlustausgleich zwischen Versorgung und Verkehr“, unterstrich Geschäftsführer Rosemann....Kunden zu behaupten.
...Die per Saldo positiven Faktoren zeigten sich dann auch im Ergebnis der Stadtwerke: Mit 35,3 Millionen Euro vor Steuer konnten sie eine Verbesserung um 3,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erzielen. ...

Fazit:
• Solides Ergebnis im Konzern im Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung
Verlustausgleich innerhalb der Holding zwischen Versorgung, Verkehr und Bäderbereich wieder gelungen....."

Mein Fazit: Auch im Geschäftsbericht 2010 werden die Spartengewinne (Strom/Gas/Wasser/Fernwärme) nicht mehr separat ausgewiesen, wie auch 2009. Lt. Frau Mergen sprechen wettbewerbsrechtliche Gründe gegen eine Veröffentlichung. Bei Wasser und Fernwärme gibt es keinen Wettbewerb, da haben die Stadtwerke Karlsruhe das Monopol. Bei Strom und Gas wird wohl kein Wettbewerber auf über 6 Monate alte Zahlen zurückgreifen. Da genügt ein Blick in diverse Preisvergleichsportale um aktuelle Zahlen zu erhalten. Bundesweit liegen die Stadtwerke auf Platz 39 der teuersten Gasanbieter und im "Ländle" belegt man unter 108 Gasanbietern Platz 6 der teuersten Gasanbieter. Die Konzessionsabgabe konnte ebenfalls um 0,4 Mio Euro auf aktuell 21,8 Mio. Euro gesteigert werden.

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